Nach der Schule entscheiden sich immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten für ein Studium. Die Anzahl der Immatrikulationen ist in den vergangenen zehn Jahren um fast 25 Prozent gestiegen. 2,9 Millionen Studenten sind derzeit an deutschen Universitäten eingeschrieben (2017/2018). Über diesen Trend dürften sich Unternehmen freuen, schließlich bedeuten mehr Hochschulabsolventen auch mehr qualifizierte Nachwuchskräfte. Ganz so einfach ist die Rechnung allerdings nicht. In diesem Beitrag erklären wir dir, woran das liegt, was Hochschulmarketing ist und inwiefern dieser Ansatz geeignet ist, um die Zielgruppe der Studenten zu erreichen.

Was ist Hochschulmarketing?

Der Begriff Hochschulmarketing umfasst zunächst zweierlei: zum einen das Marketing, das Fachhochschulen und Universitäten betreiben, um für Schulabgänger attraktiv zu sein. Zum anderen sind damit die Aktivitäten im Personalmarketing von Unternehmen gemeint, mit denen letztere gezielt Studenten ansprechen. In unserem Beitrag konzentrieren wir uns auf den letztgenannten Aspekt.

Denn: Auf dem heutigen Arbeitsmarkt konkurrieren nicht allein Absolventinnen und Absolventen um die attraktivsten Stellen, sondern auch Unternehmen um die besten Nachwuchskräfte. Hochschulabsolventen stellen heute andere Anforderungen an ihren zukünftigen Arbeitgeber, etwa Corporate Social Responsibility oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem orientieren sie sich international, sodass Unternehmen in Deutschland auch im Vergleich mit ausländischen Firmen wettbewerbsfähig bleiben müssen.

Hochschulmarketing als Personalmarketing dient Firmen dazu, einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen, ein möglichst positives, attraktives Image von sich als Arbeitgeber zu vermitteln und frühzeitig Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden. Aus der Perspektive der Personalgewinnung erfüllt Hochschulmarketing außerdem die Funktion, die Qualität von Initiativbewerbungen zu erhöhen. Das bedeutet konkret: Es sollen sich möglichst nur solche Absolventinnen und Absolventen bewerben, die die Anforderungsprofile eines Unternehmens am besten erfüllen. So dient Hochschulmarketing auch dazu, Recruiting-Prozesse zu optimieren.

Wie funktioniert Hochschulmarketing?

Damit das Personalmarketing von Unternehmen die gewünschte Wirkung erzielt, müssen Unternehmen potenzielle Bewerber zunächst auf sich aufmerksam machen – etwa mit Gastvorträgen, Aushängen oder Informationsveranstaltungen. Im nächsten Schritt bauen Unternehmen eine engere Bindung zur Zielgruppe der Studenten auf. Praktika und Workshops sind geeignete Mittel dazu. Aber auch Wettbewerbe oder Stipendien richten sich an begabte und motivierte – und daher interessante – Kandidaten.

Diese Bindung stärken Unternehmen zusätzlich, indem sie Studierenden Nebenjobs anbieten, sie zu unternehmensinternen Veranstaltungen wie Fortbildungen einladen, oder Kooperationen für die Bachelor- bzw. Masterarbeit ermöglichen.

Zu erfolgreichem Hochschulmarketing gehören genauso klassische Marketingaktivitäten und -formen, die genau auf die Zielgruppe der Studenten abgestimmt sind. Unternehmen können Akademiker an Universitäten und Fachhochschulen sehr gut erreichen, da sich Studenten sehr häufig und in großer Anzahl an der Bildungseinrichtung aufhalten. Dort besuchen sie immer wieder dieselben Orte: Bibliotheken, Cafeterias, die Mensa oder Sportstätten.

Dasselbe gilt auch für online: Studenten sind häufig bei Facebook und den Websites der Bibliothek oder der Universität unterwegs. Marketing für diese Personengruppe ist hocheffektiv, wenn Du dir dieses Wissen zunutze machst. Hochschulwerbung ist in Deutschland erst seit dem Jahr 1996 erlaubt, daher befindet es sich – im Vergleich zu klassischer Fernsehwerbung beispielsweise – noch in den Kinderschuhen.

Welche Kanäle eignen sich besonders gut?

Geeignet sind Werbeträger in Print- und Online-Medien, wie z. B.:

  • Plakate, Edgar Freecards
  • Print-Anzeigen in universitätseigenen Veröffentlichungen
  • Info-Stände, Events
  • Banner-Werbung auf Uni-Websites, weitere digitale Werbeformen
  • Promotion von Produkten
  • Crossmediale Kampagnen
  • Content-Formate wie Karriereblogs oder Videos aus dem Büroalltag
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • Kooperationen mit Fachschaften und Universitäten
  • Influencer Marketing
  • Empfehlungen von Kommilitonen

Egal für welchen Kanal Du dich entscheidest -Du solltest dir über dein Ziel im klaren sein. Beliebte Ziele sind z.B. das Bewerben von Events, ein erhöhter Bekanntheitsgrad der Arbeitgebermarke oder die Erhöhung von Bewerbung von Young Professionals. Es gilt einen Mehrwert für junge Talente zu bieten. Dazu musst Du dich intensiv mit deiner Zielgruppe auseinandersetzen und Alleinstellungsmerkmale klar identifizieren. Dazu gehört auch, die veränderte Mediennutzung genau unter die Lupe zu nehmen. Gerade die Generation Y wünscht sich Kreativität und humorvolle Herangehensweisen.

WarumDuStudenten frühzeitig erreichen solltest

Young Professionals und junge Talente werden rar. Desto früherDudeine Arbeitgebermarke positionierst, desto ehr werden potenzielle Nachwuchskräfte dein Unternehmen auf dem Schirm haben. Nach einer Befragung von Unternehmen 2014/2015 zählt Hochschulmarketing zu den drei wichtigsten Trends im Personalmarketing.

Weiterhin auf dem Vormarsch sind Trends im digitalen Bereich wie Social Recruiting oder Mobile Recruiting. Durch eine geschickte Kombination der Kanäle und crossmediale Kampagnen, schaffstDueine effiziente Strategie. Durch eine frühzeitige Kontaktanbahnung sparstDudir Kosten für teure Stellenausschreibungen im Nachhinein. Im Kampf der Talente gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Hochschulmarketing – die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Die Zielgruppe der Studentinnen und Studenten ist für Unternehmen äußerst wichtig, um auch in Zukunft mit hochqualifiziertem Personal im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein optimales Hochschulmarketing bestens geeignet. Seine wichtigsten Vorteile:

  • frühzeitiger, gezielter Kontakt zu motivierten und begabten Studierenden
  • positive Außendarstellung des Unternehmens, attraktives Unternehmensimage
  • Entlastung von unternehmensinternen Recruiting-Prozessen
  • Wettbewerbsvorteile in Zeiten globaler Konkurrenz um Fach- und Führungskräfte

Mit PrintPeter erreichst Du die Zielgruppe der Studenten einfach und effizient. Indem wir die Zielgruppe genau definieren können, vermeiden Personal- und Marketingverantwortliche Streuverluste und erzielen so eine optimale Wirksamkeit bei ihrem Hochschulmarketing. Dieses Beispiel zeigt, wie effektives Hochschulmarketing aussehen kann.

Dieser Artikel wurde am 26.10.2016 veröffentlicht und am 11.01.2018 überarbeitet.

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Über den Autor
Strategie, Konzeption und Umsetzung: Thomas weiß stets, wo genau der Schuh drückt. Als Spezialist im Content Marketing fällt ihm das Schreiben von Texten leicht. Als studierter Ökonom sind Tests, Statistiken und Zahlen sein tägliches Brot. Daher erinnert er sich noch penibel genau an die Kosten seiner ersten Bravo Ausgabe.