Für Dein Unternehmen wird es gerade im Jahr 2019 immer wichtiger, sich als attraktive Employer Brand bei Deinen zukünftigen Arbeitnehmern zu positionieren. Aufgrund des demografischen Wandels fällt es zunehmend schwieriger, potenzielle Arbeitskräfte zu rekrutieren. Um als Unternehmen die besten Fach- und Führungskräfte für Dich zu gewinnen und den War for Talents für Dich zu entscheiden, musst Du Dich positiv von Deinen Wettbewerbern abheben.  

Du fragst Dich nun sicher, wie du eine authentische Arbeitgebermarke entwickelst und diese nach außen kommunizierst. Unser CEO Cecil von Croy gibt Dir wertvolle Tipps, wie ihr euer Employer Branding im Jahr 2019 noch effizienter gestalten könnt und euch erfolgreich als attraktiver Arbeitgeber bei den Young Generations präsentiert.

Nicht zu kurzfristig denken!

Gerade im Hinblick auf Employer Branding und Recruiting-Maßnahmen ist das Denken auf lange Sicht das A und O. Du kannst nicht erst anfangen, die passenden Kandidaten zu rekrutieren, wenn eine Stelle vakant ist. Du musst Nachwuchs-Kandidaten an Dein Unternehmen binden, schon bevor sie sich bei Dir bewerben. Das Zauberwort lautet hier Early Employer Branding! Wichtig ist, dass Unternehmen erkennen müssen, dass nicht mehr die Kandidaten sich bei ihnen bewerben müssen, sondern sie selbst die erste Initiative zu ergreifen haben. Genau aus diesem Grund muss Employer Branding Teil der Recruiting-Strategie jedes Unternehmens sein, um die Kandidaten frühzeitig an ihre Arbeitgebermarke zu binden.

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und des War for Talents sind Recruiter mehr denn je darauf angewiesen, den Kandidaten bei der Bewerbung entgegen zu kommen und den Prozess insgesamt effizienter zu gestalten. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass sich der einstige Arbeitgebermarkt mittlerweile zu einem Kandidatenmarkt entwickelt hat.

Um nützliche Inhalte und passende Kanäle auch zum richtigen Zeitpunkt zusammen zu bringen, sollten Unternehmen das Konzept des Inbound Recruiting nutzen. Im Großen und Ganzen geht es darum, auf welchen Kanälen  sich potenzielle Kandidaten bewegen. Inbound Recruiting erzeugt durch nützliche Inhalte und zielgruppenorientierte Marketing-Strategien in jeder Phase der Candidate Journey eine einzigartige Kandidaten-Erfahrung, welche Deinem Unternehmen dabei hilft, eine Beziehung zwischen ihnen und den Top-Talenten aufzubauen. Die Candidate Journey  soll das Personal-Marketing Deines Unternehmens dabei unterstützen, zu verstehen, wie und wo sich potenzielle Kandidaten über vakante Stellen informieren. Außerdem soll es Deinem Unternehmen erleichtert werden, Kontakt- und Anknüpfpunkte für Deine Kommunikation mit potenziellen Kandidaten zu identifizieren sowie Deine Botschaften dort zu platzieren, wo Du etwaige Interessenten bestmöglich erreichen kannst. Ziel sollte es sein, einen anonymen Interessenten entlang der Journey  zum Promoter Deiner Arbeitgebermarke zu machen.

Kurzum: Eine Stellenanzeige reicht nicht mehr aus, um potenzielle Kandidaten von Deinem Unternehmen zu überzeugen.

Geschickt vernetzt mit crossmedialem Marketing

Wer sein Unternehmen heutzutage nur noch auf Jobbörsen und der eigenen Karrierewebsite platziert, wird bei den High Potentials keine große Aufmerksamkeit mehr erregen. Stattdessen rücken moderne Kommunikationskanäle wie Facebook und Jodel in das Blickfeld der Top-Mitarbeiter  von morgen.

Wichtig ist, dass den Kandidaten auf allen Kanälen relevante Inhalte zur Verfügung gestellt werden. Bspw. können detaillierte Einblicke in das Arbeitsleben des Unternehmens gegeben werden. Zudem ist es immer interessant für potenzielle Kandidaten, Einblicke in gegenwärtige Projekte zu bekommen. Mitarbeiter können dabei als Promoter für Dein Unternehmen fungieren. Letztendlich sollte deutlich werden, worin sich Dein Unternehmen von den Mitbewerbern als Arbeitgeber differenziert.

Einmalige Besuche auf Deiner Website führen i.d.R. noch nicht zu einer Bewerbung. Stattdessen solltest Du auf Deine Zielgruppe abgestimmte Lead-Nurturing-Kampagnen, Retargeting-Konzepte oder interaktive Chatbots nutzen, um Deinen Kandidaten im Gedächtnis zu bleiben. Unsere Erfahrungen zeigen, dass für eine Bewerbung zwischen 5-10 Touchpoints nötig sind.

Emotionale, aber vor allem kreative Ansprache

Die Professionals von morgen wollen kreativ und vor allem emotional angesprochen werden. Langweilige Standard-Texte à la Schön, dass Du Dich für unser Unternehmen interessierst…möchte kein Kandidat mehr lesen.

Auch ein authentisches Auftreten Deines Unternehmens ist das A und O. Bewerber möchten das „wahre“ Unternehmen kennenlernen und Einblicke hinter die Kulissen erhalten. Mit wirklich authentischen Inhalten sorgen Unternehmen für die Aufmerksamkeit der richtigen Kandidaten und beschleunigen den Entscheidungsprozess.

Abhängig von der jeweiligen Zielgruppe, den Inhalten und den Kampagnenzielen, ist es wichtig, potentielle Bewerber dort abzuholen, wo sie sich auch tatsächlich bewegen. Für Dein Unternehmen ist es unter anderem essentiell zu wissen, über welche Medienkanäle, Plattformen oder Veranstaltungen die gewünschten Zielgruppen zu erreichen sind. Zudem müssen Unternehmen unbedingt daran arbeiten, ihre Zielgruppen mit dem passenden Content anzusprechen. Um zielgruppengerechte Kanäle auszuwählen, muss Dein Unternehmen zunächst fiktive Bewerberprofile, sogenannte Kandidaten-Personas, erstellen, um potenzielle Kandidaten in ihrer Lebenswelt abzuholen. Dabei ist es wichtig, Informationen über berufliche sowie private Ziele und Wünsche Deiner Kandidaten zu beschaffen. Außerdem solltest Du über ihre möglichen beruflichen und privaten Ziele im Bilde sein sowie deren Wünsche und Interesseren und ihre Persönlichkeit in den Fokus Deiner Recherchen stellen.

Wir haben bspw. die besten IT-Fachkräfte rekrutiert, indem wir aktiv auf Webseiten wie Stack Overflow nach potenziellen neuen Mitarbeitern gesucht haben. Auf der Suche nach IT’lern solltest Du Dich vor allem als technikaffines Unternehmen präsentieren und somit dem technologischen Fortschritt einen großen Stellenwert einräumen. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass IT’ler es besonders schätzen, wenn sie bereits im Anschreiben konkrete Informationen in Bezug auf ihr Aufgabenfeld, ihre Einsatzgebiete und die benötigten Programmierkenntnisse erhalten. Dafür könnt ihr auch eure eigenen fachspezifischen Mitarbeiter beim Recruiting mit einbeziehen – denn wer weiß besser, was ihr wirklich benötigt und worauf ein IT’ler Wert legen?

Letztendlich müssen Unternehmen lernen, dass ihre Personalabteilungen langsam aber sicher anfangen müssen, wie Marketingabteilungen zu denken. Zunehmend sollte sich die Frage gestellt werden, wie Dein Unternehmen an potenzielle Kandidaten verkauft werden kann. Dabei müssen HR’ler sich zunehmend Gedanken darüber machen, wie die einzelnen Personas angesprochen werden können.

Retargeting Lieber weniger potenzielle Kandidaten erreichen, als die Falschen!

Wichtig ist, über alle Kanäle hinweg einen konsistenten Auftritt zu bewahren und eine möglichst gute User Experience sowie eine hohe Personalisierung zu erreichen. Durch die korrekte Anwendung von Targeting-Sets können Streuverluste bedeutend minimiert werden. Dein Unternehmen sollte Ihren Fokus darauf legen, Zielgruppen zu konkretisieren und diese mit maßgeschneiderten Personalmarketing-Maßnahmen anzusprechen.

Durch eine auf Deine Zielgruppe abgestimmte Kommunikationsstrategie und dem dazu passenden Medienmix können potentielle Kandidaten erreicht werden, ohne dabei auf das aktive Suchverhalten der Kandidaten angewiesen zu sein. Hier generierte Touchpoints stellen oft die erste Phase der Candidate Journey dar, ermöglichen, die Reichweite Deiner Arbeitgebermarke maßgeblich zu steigern und in einen Austausch mit potentiellen Kandidaten zu gehen. Über die richtigen Medien können sich Unternehmen so bei ihren Wunsch-Kandidaten mit relevanten Inhalten platzieren und schaffen gleichzeitig die Grundlage, ihre Bewerber auf der Reise bis zur Einstellung zu begleiten

Zielgruppengerecht denken, aber authentisch bleiben!

Du solltest Deine Ansprache auf die jeweiligen Kanäle zuschneiden. Wichtig dabei ist, dass Du die Candidate Journey deiner potenziellen Kandidaten nicht aus den Augen verlierst und die Gestaltung der Touchpoints effizient gestaltest. Insbesondere die Generation Y stellt konkrete Ansprüche an den Bewerbungsprozess, was Schnelligkeit, Transparenz und Wertschätzung anbelangt. Erfüllt Dein Unternehmen diese Kriterien nicht, wird Abstand von einer Bewerbung genommen. Bei der Ansprache Deiner gewünschten Zielgruppe solltest Du unbedingt darauf achten, dass Du authentisch bleibst. Es bringt nichts, potenzielle Kandidaten von Werten überzeugen zu wollen, hinter denen Du nicht stehst.

Fazit

Generell gilt es, Hochschulabsolventen und junge Praktiker ausfindig zu machen, sie aktiv und auf Augenhöhe anzusprechen und sie letztendlich von Dir als Arbeitgeber zu überzeugen. Hierbei sollten insbesondere die Kontaktpunkte in den Phasen vor der Bewerbung, also insbesondere in der Anziehungs- und Informationsphase, genutzt werden, um schon frühzeitig eine Beziehung zu Deinen potenziellen Kandidaten aufzubauen. Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen zum Early Branding in einem kostenlosen Beratungsgespräch.

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Über den Autor
Jasmin kam zufälligerweise bei uns vorbei. Angelockt vom Duft diverser Süßigkeiten aus unserer Snackbox, war ihre Entscheidung sofort klar - hier muss ich arbeiten. Als Expertin im Marketing schreibt sie am liebsten Beiträge zu diversen Themen in diesem Bereich.